Bußgeldkatalog und Geschwindigkeitsüberschreitung

Die Themen Bußgeldkatalog und Geschwindigkeitsüberschreitung sind für PKW-Fahrer besonders wichtig. Rotlichtverstöße oder unangepasste Geschwindigkeit können neben einer Geldstrafe auch zu Punkten im Verkehrszentralregister und zu einem Verlust des Führerscheins führen. Neuartige Schwarzblitzer gebrauchen Infrarotlicht und sind für Kfz-Halter in keiner Weise mehr zu erkennen. Dies macht einen zurückhaltenden Fahrstil besonders wichtig.

Welchem Fahrzeugfahrer schwirren nicht ab und an die Begriffe Bußgeldkatalog und Geschwindigkeitsüberschreitung durch den Kopf, weil er Angst hat, eine Verkehrssünde begangen zu haben? Sie haben es eilig und geschwind flitzen Sie noch kurz über eine rote Ampel oder erwischen sich, wie Sie erheblich zu schnell fahren. Die Gefahr ist groß, dass Sie in einer derartig hektischen Situation unversehens von einem grellen Aufflackern aufgeschreckt werden. Eine Radarfalle! Innerhalb einer Ortschaftmehr ziehen bereits 10 km/h zuviel auf dem Tachometer ein Bußgeld von 15 Euro nach sich. Verschriftlicht ist die Ahndung einer Geschwindigkeitsüberschreitung im Bußgeldkatalog, beziehungsweise im Bußgeld- und Punktekatalog, bspw. zu finden beim Bundesverkehrsministerium. Speziell die häufigsten Unfallursachen wie falsches Tempo, riskantes Überholen, Vorfahrtverstöße, das Überfahren roter Ampeln oder ein zu geringer Sicherheitsabstand werden mit einem Bußgeld, einer Geldstrafe, mit Punkten im Verkehrszentralregister in Flensburg oder sogar mit dem Entzug der Fahrerlaubnis bestraft. Muss ein Halter seinen Führerschein wegen einer Ordnungswidrigkeit einziehen lassen, kann dies unter Umständen sogar seinen beruflichen Bankrott nach sich ziehen, z. B. wenn er als Lieferant oder Handelsvertreter auf diesen angewiesen ist. Andererseits: Jeder Kfz-Halter muss andauernd aufpassen, dass er niemand anderen bedrängt oder im schlimmsten Falle sogar verletzt. Handelt er dem zuwider, muss er allein die Konsequenzen tragen. Jeder Geschwindigkeitsüberschreitung ist im Bußgeldkatalog ein besonderes Bußgeld zugeordnet. Ist der Fahrer innerhalb einer Ortschaft mehr als 20 km/h zu hurtig, muss er darüberhinaus einen Punkt beim Verkehrszentralregister in in Norddeutschland hinnehmen. Bei zusätzlichen 10 km/h Geschwindigkeitsüberschreitung winkt ihm ein Fahrverbot von einem Monat. Handelt es sich um eine Geschwindigkeitsüberschreitung außerhalb einer Ortschaft, bedeuten 40 km/h zu viel auf dem Tacho ein Fahrverbot von einem Monat. Zwischen 51 und 60 km/h zu viel ziehen darüberhinaus vier Punkte und ein Bußgeld von 240 Euro nach sich. Ebenso unterschiedlich wie eine Geschwindigkeitsüberschreitung werden Rotlichtverstöße im Bußgeldkatalog gehandhabt. Wer eine Ampel bei „Rot“ überfährt, zahlt 90 Euro und bekommt 3 Punkte. Rast ein Autofahrer aber über eine Ampel, dessen Rotlicht bereits länger als eine Sekunde aufleuchtet, zahlt er 200 Euro, bekommt 4 Punkte und ein viereinhalbwöchiges Fahrverbot. Geht dieser Tatbestand mit Gefährdung oder sogar Sachbeschädigung einher, erhöht sich das Bußgeld um weitere 160 Euro.

Ebenso wird das Fahren mit nicht oder nur schlecht angepasstem Tempo gemäß Bußgeldkatalog quittiert. Dies kann zum Beispiel bei Unübersichtlichkeit an Straßenkreuzungen, angekündigten gefährlichen Stellen oder bei schlechten Wetterverhältnissen eintreten und wird mit einem Bußgeld in Höhe von 100 Euro und drei Punkten quittiert.

Wie hoch die Auflagen im Bußgeldkatalog ausfallen mögen, im World Wide Web kursieren viele lustige Geschichten um die Blitzerlebnisse der User – und ganz besonders um deren Beweisfotos der Radarfalle. Stets begleitet von der Frage, ob sie als Beweisstück überhaupt legitim sind, scheinen Blitzerbilder für einige Autofahrer nach wie vor so etwas wie Souvenir zu sein. Insbesondere schön: Wenn sich auf dem Abzug zur Geschwindigkeitsüberschreitung zusätzlich ein Smartphone befindet, mit dem der Fahrer gerade telefoniert. Aber wohingegen manche Menschen auf den Fotos noch überrascht drein blicken, könnten diese einmaligen Gesichter auf den Blitzerfotos in Kürze der Vergangenheit angehören. Dass ein Autofahrer sich nach einer Geschwindigkeitsüberschreitung bereits ausrechnen kann, wann ungefähr er Post von der zuständigen Behörde bekommt, ist längst nicht mehr notgedrungen der Fall. Denn immer häufiger sind hierzulande Radargeräte zu entdecken, die lediglich scheinbar nicht korrekt funktionieren. Sogenannte Schwarzblitzer verzichten auf den markanten Blitz und können eine Geschwindigkeitsüberschreitung völlig versteckt festhalten. Die modernen Geräte arbeiten mit Infrarotlicht, das für unsere Augen nicht sichtbar ist. Ob nun das Rotlicht, die Autobahn oder eine wenig befahrene Straße bei Nacht – vor Schwarzblitzern sind sie lediglich dann sicher, wenn Sie sich an das vorgeschriebene Tempo halten.

Doch für Autofahrer haben Schwarzblitzer nicht nur Schattenseiten: An gefährlichen Verkehrsknotenpunkten, bspw. im größten Autobahntunnel Berlins im südlichen Ortsteil Britz, könnten herkömmliche Blitzer die Autofahrer blenden und gefährliche Situationen herbeiführen. Ein Zufallsgenerator bestimmt, welches der aufgestellen Geräte derzeit eingeschaltet ist. Neben dem herkömmlichen Schwarzweißbild von vorn fertigen die Schwarzblitzer eine Rückansicht des Fahrzeugs an, besonders unabdingbar zur Identifizierung von Motorradfahrern.

Schwarzblitzer

SchwarzlichtblitzerSeit es Schwarzblitzer gibt können PKW-Fahrer nicht mehr feststellen, ob sie geblitzt worden sind oder nicht. Die neuartigen Apparate werden primär in großen Tunneln installiert. PKW-Fahrer sollen nicht länger durch das grelle Blitzen herkömmlicher Geräte aufgeschreckt werden. Die Neuerung dient vor allem der Identifizierung von Motorradfahrern, denn es werden jetzt Lichtbilder von vorn und hinten gemacht.

Schwarzblitzer fertigen ihre Aufnahmen für den Menschen unbemerkbar an. Die unauffälligen Apparate werden insbesondere in Tunneln eingesetzt. Es soll vermieden werden, dass PKW-Fahrer an diesen schwierigen Verkehrsknotenpunkten schwere Unfälle verursachen, weil sie durch das gleißende Blitzen abgelenkt werden können.

Berliner Premiere feierten die Schwarzblitzer im Britzer Tunnel. Ein Zufallsgenerator bestimmt, welches der Apparate in dem Ortsteil von Neukölln gerade aktiv ist. Als längster Autobahntunnel Berlins ist der Britzer Tunnel mit seinen 1700 Metern Länge ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt. Wenn PKW-Fahrer das helle Licht der Blitzer bemerken, reagieren sie häufig panisch mit abruptem Abbremsen. Mit einem Schwarzblitzer soll dies vermieden werden. Darüber hinaus sind insgesamt weniger Geschwindigkeitsüberschreitungen das Ziel der Länder und des Bundes. Allein die Anwesenheit der Apparate im Britzer Tunnel, die unsichtbar blitzen, sollen auf PKW-Fahrer eine mahnende Wirkung haben. Defacto wurden kaum weniger Geschwindigkeitsüberschreitungen im Britzer Tunnel gemessen, seit die Schwarzblitzer aktiviert worden waren – finanziell sind die Geräte aber in jedem Fall lukrativ für die Stadt: Lediglich ein knappes Jahr nach dem Scharfstellen der Anlage hatte sich die Investition amortisiert, also die Anschaffungskosten von fast anderthalb Millionen Euro wieder in die Kassen der Stadt gespült. Über 170.000 Geschwindigkeitsüberschreitungen wurden gemessen, in über 6000 Fällen wurde ein Bußgeldverfahren eingeleitet. Ein derartiges Verfahren winkt Temposündern, die mehr als 20 km/h zu rasant unterwegs waren, wenn die Toleranz bereits subtrahiert worden ist.Abzocke lautete der Vorwurf unzähliger Kfz-Halter gegen den Berliner Senat. Dieser versicherte jedoch, dass eine höhere Verkehrssicherheit die einzige Absicht des Senats in puncto Schwarzblitzer sei.

Die Schwarzblitzer hatten in Berlin einige Anfangsschwierigkeiten. Obwohl die Anlage längst installiert worden war, konnte sie noch nicht in Betrieb genommen werden. Die Polizei habe noch ein Datenschutzkonzept erstellen müssen, also Regeln dafür, wer Zugriff auf die erhobenen Werte und geschossenen Lichtbilder hat und wie mit diesen Daten umgegangen werden soll. Außerdem musste die Anlage noch geeicht werden.

Wer also auf der Berliner Stadtautobahn unterwegs ist und den Britzer Tunnel im Süden durchquert, sollte sich in jedem Fall an die Geschwindigkeitsbegrenzung von in der Regel 80 km/h halten. Je nach Verkehrssituation kann die Höchstgeschwindigkeit sogar auf 60 km/h reduziert werden. In diesem Fall ist noch einmal besondere Vorsicht geboten, um nicht auf der Autobahn geblitzt zu werden.

Ist man auf zwei statt auf vier Rädern unterwegs, verdienen die Schwarzblitzer noch einmal gesonderte Aufmerksamkeit: Wer bisher mit dem Motorad geblitzt wurde, musste nur selten Schlimmes befürchten. Meist wurde nur ein Foto von vorn angefertigt, das Kennzeichen ist jedoch hinten an den Maschinen angebracht. Lediglich, wenn der Verkehrssünder aus einem Auto heraus geblitzt wurde und die Beamten sich das Nummernschild des Motorradfahrers aufgeschrieben hatten, drohte dem Fahrer ein Bußgeldbescheid.. Künftig werden alle Temposünder mithilfe der Schwarzblitzer regulär sowohl von vorn als ebenso von hinten lichtbildgrafiert. Dem Gesicht des Fahrers kann nun also eindeutig ein Nummernschild und damit ein Fahrzeugführer zugeordnet werden. Wer mit dem Motorrad geblitzt wird, kann künftig nicht mehr darauf hoffen, dass die Beamten sein Nummernschild nicht notiert haben und diese Notiz im Zweifelsfall vor Gericht evtl. immer noch keine ausreichende Beweiskraft haben könnte.

Im Besonderen heikel sind die innovativen Blitzer für notorische Raser. Kontrolliert ein Autofahrer nicht konsequent, wie schnell er gerade unterwegs ist, muss er jederzeit damit rechnen, geblitzt zu werden und einen Bußgeldbescheid geschickt zu bekommen. Bereits manch einer wurde überrascht, weil zahlreiche Bußgeldbescheide völlig unvermittelt nahezu zeitgleich ins Haus flatterten. Wer „lediglich“ eine hohe Rechnung begleichen muss, kann sich da schon fast glücklich schätzen. Denn weitaus bitterer wäre es, wenn der Fahrer seinen Führerschein zeitweise abgeben müsste.